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Gerade bei Transaktionen mit ausländischen Firmen steigen die Transaktionskosten nicht nur durch die Verwendung einer unterschiedlichen Sprache, sondern auch einer unterschiedlichen Währungen und die damit verbundenen sich ständig verändernden Wechselkurse. Hierbei ist die Hauswährung (Eigenwährung) vergleichbar mit der Muttersprache. So werden bei allen internen Transaktionen oder Transaktionen mit Unternehmen, welche die gleiche Währung verwenden, die Beträge in der Hauswährung ausgewiesen. Werden hingegen Transaktionen mit einem Unternehmen durchgeführt, welche in einer anderen Währung, der so genannten Fremdwährung, handelt, gilt es sich - ähnlich wie bei der Sprache - auf eine gemeinsame Währung festzulegen.
Die Begriffe Eigenwährung und Fremdwährung finden aber nicht nur bei Transaktionen Anwendung, sondern auch in den Stammdaten. So kann zum Beispiel der Preis für eine Ware in einer Kunden- oder Lieferantenvereinbarung auch in der Fremdwährung erfasst worden sein.
(Die erfasste Währung ist die Währung, in der die Beträge auf den Positionen erfasst werden. Die Ausgabe Währung ist die Währung, in der die Dokumente (Auftragsbestätigung, Rechnung, Gutschrift) ausgedruckt werden. Dabei steht € für die Hauswährung und $ für eine beliebige Fremdwährung.) In der Rechnung wird die Ausgabewährung auch als Konvertierungswährung bezeichnet, da sie hier nicht nur für Aufbereitung des Druckes genutzt wird, sondern bei der Vorkontierung auch für das Umrechnen der Fremdwährungsbeträge in die Hauswährung.
Ein Auftrag kann nur in einer Währung erfasst werden.
| Fall | Auftrag | Rechnung/Gutschrift | Kontierung immer in Hauswährung (Rechnungsausgangsbuch) |
FiBu | OP | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erfasste Währung | Ausgabe Währung (Druckwährung) |
Erfasste Währung | Ausgabe Währung (Konvertierungswährung) |
||||
| A | € | € | € | € | € | € | € |
| B | € | $ | € | $ | € | € | $ |
| C | $ | $ | $ | $ | € | € | $ |
| D | $ | € | $ | € | € | € | € |
| Fall | Beschreibung |
|---|---|
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A |
Durchgehende Verarbeitung aller Beträge in der Hauswährung ("Normalfall") |
| B |
In diesem Fall wird der Auftrag und die Rechnung in der Hauswährung erfasst.
Betrachtet man die Belege also in ClassiX, dann kann kein Unterschied zum
Fall A festegestellt werden bis auf die Angabe eine Ausgabewährung ungleich
der Hauswährung gepaart mit dem dazugehörigen Umrechnungskurs. Die Angabe
des Kurses ist jedoch optional bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Rechnung
registriert wird. Wurde zu diesem Zeitpunkt kein Kurs angegeben, wird der
derzeit gültige Kurs in die Rechnung übernommen. Die Angabe der Ausgabewährung und des Kurses spielt im ersten Schritt nur beim Drucken eine Rolle, da die Beträge hier in der Ausgabewährung zum entsprechenden Kurs aufgearbeitet und ausgegeben werden. Bei der Vorkontierung und in der Fibu wird immer auf die Erfassten Werte in Eigenwährung zugegriffen. OP..... |
| C |
Wird ein Auftrag mit einer Festen Summe in einer Währung ungleich der
Hauswährung erfasst, so stellen sich alle erfassten Beträge in ClassiX® in
dieser Fremdwährung dar. Bei der Ausgabe muss somit nicht umgerechnet werden
für den Fall, dass der Auftrag auch in dieser Währung ausgegeben werden
soll. Eine Angabe des Kurses, zu dem der Auftrag oder später die Rechnung
erfasst worden ist, ist vorerst nicht nötig. Spätestens jedoch beim
Registrieren der Rechnung wird der Kurs gesetzt und eingefroren. Die Angabe des Umrechnungskurses ist in diesem Fall nicht für das Drucken sondern für die Vorkontierung wichtig. Diese wird über den festen Kurs in der Hauswährung vorgenommen. OP ... |
| D |
Für Handelsware kann es sich als sinnvoll erweisen, dass man einen Auftrag
in einer Fremdwährung erfasst und diesen in der Hauswährung ausgaben möchte. ................. |
Für alle Fälle gilt, dass die Währungsangaben des Auftrags in der Rechnung überschrieben werden können. So kann zum Beispiel Auftrag das Typ C zu einer Rechnung von Typ B werden, wenn dies von dem Benutzer so vorgegeben wird.
(siehe auch: Manuelle Kontierung)
Für den Fall B, also dass die Rechnung in der Hauswährung erfasst, aber in einer anderen Währung ausgegeben worden ist, kann die Ausgabewährung sowie der Kurs im Fenster der Manuellen Kontierung auch noch geändert werden, nachdem die Rechnung registriert worden ist. Sollte sich also nach dem Registrieren aber vor dem Verbuchen in die Fibu mit dem Kunden noch auf einen anderen, möglicherweise aktuelleren Umrechnungskurs festgelegt worden sein, so kann dieser noch gepflegt werden.
Wurde die Rechnung in einer Fremdwährung erfasst, so kann in der Manuellen Kontierung der Umrechnungskurs, nicht aber die Konvertierungswährung verändert werden.
Während beim Registrieren einer Rechnung der Umrechnungskurs für den Fall, dass ein Fremdwährung verwendet wird, immer gesetzt werden muss, kann man während der Auftrags-/Rechnungsbearbeitung dies noch etwas offener gestallten. Zumindest hat man die Optionen, ob der Kurs eingefroren, oder ob immer mit dem aktuellen Kurs, definiert über die globale Währungstabelle, gerechnet werden soll. Die Einstellung, welche standardmäßig verwendet werden soll, kann auch über die Optionen gesetzt werden.
Bei der Ausgabe der Belege wird die Ausgabewährung und gegebenenfalls deren Kurs auf die Druckmaske übernommen. Die Angaben können hier jedoch für das Drucken geändert werden.
Beim Erstellen eines Folgebeleges [ Angebot -> Neue Angebotsversion -> Auftrag -> Rechnung -> Gutschrift ] wird die Druckwährung und gegebenenfalls auch der Umrechnungskurs automatisch übernommen.
Matrix einfügen!!!!
Im Einkauf sind vor allem die Bestellungen und die Eingangsrechnungen die Belege, bei denen die Fremdwährung eine Rolle spielt. Hierbei gibt es jedoch einen unterschied zum Verkauf. Während in den Verkaufsbelegen die Preise in der Standardwährung erfasst werden - zumindest ist dies so empfohlen - und die Fremdwährung + Umrechnungskurs "nur" für die Ausgabe der Preise im Druck angegeben werden, ist dies im Einkauf anders. Hier werden die Belege in der Fremdwährung erfasst. Eine Eingangsrechnung, die Beispielsweise in $ eingeht wird selbstverständlich auch in $ erfasst. Wird eine Eingangsrechnung in einer Fremdwährung erfasst, so MUSS der dazugehörige Umrechnungskurs angegeben werden. Die Ursache hierfür ist in der Vorkontierung zu suchen, welche immer in der Standardwährung vorgenommen wird. Würde man den Umrechnungskurs nicht einfrieren, so würde es zu Abweichungen zwischen dem Kontierten- und dem Bruttowert kommen, wenn sich der Umrechnungskurs in der Währungstabelle ändert.