Damit Kosten und Erlöse an die FiBu übergeben werden,
findet in ClassiX® eine Vorkontierung von diversen Belegen, wie zum Beispiel Ein-
und Ausgangsrechnungen, bzw. ihren Werten statt. Diese Vorkontierung kann dann
vor dem Verbuchen noch einmal kontrolliert und bei bedarf manuell abgeändert
werden. Diese Aufgabe übernimmt für die genannten Beispiele das
Rechnungseingangs- und -ausgangsbuch.
Ein weiteres Beispiel für die Kontierung in ClassiX® ist das Kassenbuch, wo die Belege direkt kontiert und verbucht werden.
Vorkontierung
(Ausgangsrechnungen, Eingangsrechnungen)
1.1
Vorkontierung von
Eingangsrechnungen
1.1.1
Ermittlung
der zu belastenden Kostenträger/Kostenstellen („normale“ Positionen)
1.1.2
Ermittlung
der zu belastenden Kostenträger/Kostenstellen bei freien Positionen
1.2 Vorkontierung von
Ausgangsrechnungen
Die Vorkontierung in ClassiX® läuft immer über die sogenannten Verbuchungscontainer ab, welche über den Slot „containers“ an dem entsprechenden Beleg (CX_INVOICE, CX_PURCHASE_INVOICE) hängen.
Ein
Container enthält immer mindesten zwei Daten. Zum Einen den Wert (value)
und zum Anderen den Bewegungsmonitors des FiBu-Kontos (account), auf den der Wert verbucht werden soll.
Dieses FiBu-Konto kann ein Sachkonto oder eine Kostenart sein, wenn durch den
Mandanten die Kostenartenrechnung erlaubt wird.
Des weiteren kann die Kostenstelle und der zu belastende Kostenträger angegeben werden. Somit gibt es drei Angaben, welche einen Container beschreiben. Jeder Container eines Beleges ist in diesen Angaben auch eindeutig, da sich der Wert des Containers immer erhöht, bevor ein identischer Container angelegt wird.
Können Kosten oder Erlöse nicht vorkontiert werden, zum
Beispiel weil kein FiBu-Konto ermittelt werden kann, so wird auch kein
Buchungscontainer angelegt bzw. der Wert auf einen bestehenden Container
aufaddiert. Statt dessen wird die Summe dieser Werte in den Slot „lost.value“
geschrieben.
Bei den Ausgangsrechnungen schaltet Beispielsweise der Zustand der Rechnung nur
von „nicht kontiert“ in „kontiert“, wenn lost.value
gleich Null ist. In diesem Fall ist die Summe aller Buchungscontainer gleich dem
Gesamtwert des Beleges. (Bei Eingangsrechnungen wäre
dies auch denkbar)
1.1
Vorkontierung von
Eingangsrechnungen
Bei den Eingangsrechnungen werden die Daten der
Verbuchungscontainer aus den Positionen geholt, wo zum Beispiel die Kostenart
oder das Sachkonto direkt angegeben wird.
Die Werte werden beim Erstellen der Position versucht automatisch zu ermitteln
(aus dem Bestellartikel, den Vorgängerbelegen, dem Mandanten, ...), können
aber auch nachträglich gesetzt oder überschrieben werden.


Bei jedem Speichern wird die Vorkontierung automatisch durchgeführt.
1.1.1
Ermittlung
der zu belastenden Kostenträger/Kostenstellen („normale“ Positionen)
Die
Ermittlung der zu belastenden Kostenträger findet bei der Erfassung der
Eingangsrechungsposition statt und ist notwendig, da eine Position mehrere
Kostenträgerpositionen mit verschiedenen Kostenstellen als Vorgänger haben
kann. Bei der Verteilung wird davon ausgegangen, dass alle Vorgänger das
gleicher Teil besitzen und somit der Anteil der Vorgänger an den Kosten an Hand
der Menge ermittelt werden kann.
Wird nun
bei der Aufteilung der Kosten festgestellt, dass nur ein Kostenträger und/oder
eine Kostenstelle belastet wird, so wird die Maske mit diesen Werten gefüllt.
Beider Vorkontierung wird dann immer direkt auf die Angaben der Maske
zugegriffen, somit gibt es auch kein Problem mit dem Überschreiben der Werte.
Anderenfalls wird die Aufteilung (Prozent –
Kostenträger, Kostenstelle, ...) in die requested.container
geschrieben und nur zufällig eine Kostenstelle und/oder Kostenträger
angezeigt. In der Vorkontierung wird dann auf die Werte der requested.container
zugegriffen, womit die angezeigten Werte (außer Kostenart) keinerlei Bedeutung
haben.
Wählt
der Benutzer nun über die Positionsmaske eine neue Kostenstelle oder einen
anderen Kostenträger aus, so hat er beim Speichern folgende Frage zu
beantworten.
Bestätigt er mit ja, so werden die requested.container gelöscht und die Kontierung damit ausschließlich über die angezeigten Werte gesteuert. Sollen die Koste dann trotzdem auf verschiedene Kostenstellen/Kostenträger verteilt werden, so muss die Rechnung dann im Rechnungseingangsbuch manuell kontiert werden.
1.1.2
Ermittlung
der zu belastenden Kostenträger/Kostenstellen bei freien Positionen
Bei freien Position werden die Kosten ähnlich
aufgeteilt, da diese aber verschiedene Bestellpositionen mit verschiedenen
Teilen als Vorgänger haben, macht eine Aufteilung nach der Menge keinen Sinn.
Somit wird der Wert der Liefereinteilung (gross.value)
bei der Aufteilung berücksichtigt.
Werden ein oder mehrere Bestellköpfe als Vorgänger ausgewählt, so werden alle Liefereinteilungen an der Kostenaufteilung berücksichtigt.
1.2
Vorkontierung von
Ausgangsrechnungen
Bei der
Vorkontierung der Rechnungen sieht das etwas anders aus. Auch hier werden können
die Kostenstellen und Kostenträger direkt auf der Rechnungsposition angezeigt
werden, jedoch wird das Sachkonto/die Kostenart über die VK-Statistik geholt.
Der
in der Rechnungsposition und im VK-Artikel angezeigt Ordnungsbegriff besitz ein
„Strukturierte Objekt“ (Verkaufsartikelgruppe) an welchem wiederum ein
„Bedingtes Konto“ hängt. (sales.structurePointer.cast.accounted.conditionedBag.Evaluate())
Über diese bedingte Konto wird dann die Kostenart oder das Sachkonto in Abhängigkeit verschiedenster Faktoren ermittelt.



Zur Verbuchung von kontierten Belegen dient das Rechnungsbuch/Rechnungseingangsbuch, welches es einmal für Ausgangs- und Eingangsrechnungen gibt.
Vor dem Verbuchen können jedoch noch zwei Schritte stattfinden. Zum Einen kann
man die Vorkontierung kontrollieren, da zu jedem Belege die entsprechenden
Buchungscontainer angezeigt werden.
Zum Anderen kann aus dem Rechnungsbuch heraus die Kontierung Manuell verändert
werden.
