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Ein Bauteil besteht aus mehreren zusammenzumontierenden Unterbaugruppen. In
der aufgelösten Stückliste sieht man unter dem Hauptteil die zu verbauenden
Unterbaugruppen.
Die Fertigung selbst möchte sich aber die Unterschritte für die Montage und
Einplanung der Unterbaugruppen sparen und sie direkt erst bei der Montage des
Hauptteils zusammenbauen. Für diese Fälle markiert man die Unterbaugruppen in
der Stückliste als Konstruktive Baugruppe, das heißt, die Konstruktion sieht
diese Teile zwar als Unterbaugruppen, in der Fertigung laufen die Unterteile der
konstruktiven Baugruppen aber alle gemeinsam ohne die konstruktiven Baugruppen
auf. Die Fertigung sieht diese Stückliste also so wie in Bild 3 zu sehen
Die in der aufgelösten Fertigungsstückliste befindlichen Unterteile einer konstruktiven Baugruppe werden im Fertigungsauftrag eine Ebene weiter nach oben geschoben, als wäre in der aufgelösten Stückliste die konstruktive Baugruppe gar nicht vorhanden und alle Unterteile der konstruktiven Baugruppe direkt an der Stelle, an der die konstruktive Baugruppe selbst steht.
Bild 1: normale Stücklistenansicht

Bild 2: konstruktive Ansicht

Bild 3: dispositive Ansicht (Fertigungsansicht)
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Die Teile Test4 und Test5 wandern also unter die oberste Ebene,
die konstruktive Baugruppe wird nicht weiter berücksichtigt. In diesem Beispiel werden alle Teile auf der Fertigungsebene 1 benötigt. |
Bei den dispositivien Baugruppen muss man 2 verschiedene Szenarien unterscheiden:
Ist in einer Fertigungsrolle eine Stückliste verlinkt und in der dispositiven Produktstruktur ein Eintrag vorhanden, so wird das angegebene Teil auf dem Eintrag der dispositiven Produktstruktur beim Auflösen der Fertigungsstückliste unterhalb des Fertigungsteils "zwischengeschoben". Alle Teile, die in der Stücklistenpositions-Liste auf der rein dispositiven Baugruppe angegeben sind, werden also aus der übergeordneten Stückliste unter den neuen Eintrag verschoben.
Zum Anlegen einer rein dispositiven Baugruppe wird von der zwischenzuschiebenden Fertigungsrolle ausgegangen, dort ein rein dispositiver Eintrag angelegt und die Stückliste mit ihren Positionen der übergeordneten Stückliste ausgewählt. Dieser rein dispositive Eintrag ist dann sowohl in der Ausgangs-Fertigungsrolle als auch in der Fertigungsrolle des zwischengeschobenen Teils sichtbar.
Achtung!
Eine rein dispositive Baugruppe sieht man in der normalen
Fertigungsstücklistenanzeige nicht:



In der dispositiven Fertigungsstruktur erscheint letztendlich die rein
dispositive Baugruppe "Test3". Für dieses Teil wird auch eine
Teileanforderungsposition angelegt. Die Teile cx0005 und cx0006 sind dann
unterhalb von ihr angeordnet.
Eine durch den Stamm definierte dispositive Baugruppe ist ein Fertigungsteil,
welches keine eigene Stückliste hat, und in einem anderen Fertigungsteil in der
Liste „dispostive Produktstruktur“ Einträge aus anderen, übergeordneten
Stücklisten enthält. (Siehe
hier für technisches Pattern oder hier für weitere
Beschreibung)
Hier ist eine Anleitung zum Einrichten von Zwischenstufen (rein dispositive Baugruppen) in Variantenstücklisten, die nur für bestimmte Ausprägungen des Variantenteils, somit also für bestimmte Unterteile gelten sollen.
Diese Anleitung geht Schritt für Schritt vor, es sieht also komplizierter aus, als es eigentlich ist.
Schritt 1: Zuerst müssen alle Unterteile, für die eine Zwischenstufe erstellt werden soll, herausgesucht werden:
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Schritt 2: Die Zwischenstufe ist als Variantenteil neu anzulegen.
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Sie
enthält die gleiche Sachmerkmalsleiste, wie das Ausgangs-Variantenteil.
Ebenfalls enthält das Variantenteil nun ebenfalls drei Unterteile, die in ihren
Ausprägungen den von uns ausgewählten drei fertigen Unterteilen entsprechen. Wir
haben nun also für jedes der von uns ausgewählten Unterteile eine Zwischenstufe
unterhalb des neuen Variantenteils angelegt. Jedes lackierte Unterteil hat also nun ein unlackiertes Pendant. |
Schritt 3: Anlegen der neuen Fertigungsrolle
Für dieses neue Variantenteil legen wir eine Fertigungsrolle an, wählen keine
Stückliste aus und speichern. Anschließend fügen wir über den Knopf „Anlegen“ in
der Gruppe „Dispositive Produktstruktur“ eine rein dispositive Baugruppe ein.
Die Frage bestätigen wir mit „Ja“.
Im neu geöffneten Fenster betätigen wir den Knopf „Stückliste“ und suchen in der
erscheinenden Suchliste die Stückliste, die dem fertig lackierten Variantenteil
gehört. Den gefundenen Eintrag klicken wir doppelt an, er wird dann in das
kleine Fenster der rein dispositiven Baugruppe übernommen.
Wir geben noch die Referenzmenge von 1 Stück an und speichern die neue rein
dispositive Baugruppe.
Nach dem Speichern können wir nun alle Stücklistenpositionen der Ursprünglichen
Stückliste in die untere Positionsliste ziehen. Hierzu ist neben der Stückliste
der Knopf zu betätigen. Ein Stücklistenbaum öffnet sich. Die oberste Ebene in
diesem Baum ist aufzuklappen und all die nun zu sehenden Unterpositionen sind
einzeln in die Liste zu ziehen.
Achtung:
Auch die Bedingten Positionen müssen so wie sie sind in die
Liste gezogen werden, NICHT NUR EINE BESTIMMTE AUSPRÄGUNG von ihnen!

Anschließend mit OK speichern.
Schritt 4: Eingeben der Bedingung in die dispositive Baugruppe.
Nun ist die Dispositive Baugruppe in der Stückliste des lackierten
Variantenteils für alle Unterteile ausgeprägt. Wir wollen aber, dass diese
Baugruppe nur für unsere drei Ausprägungen gilt, also müssen wir auf dem Fenster
der rein dispositiven Baugruppe in die Lasche „Bedingung“ wechseln, hier den
Haken bei Bedingung setzen und eine Formel in das Formelfeld eingeben. Diese
Formel setzt sich folgendermaßen zusammen:
1 Teil: Holen der Nummern aus den enstprechenden Datenfeldern
(unterschiedlich bei Stücklisten, Lagerauftragspositionen und
Teilevorkalkulation).
2. Teil: Vergleich der ermittelten Nummer mit unseren Unterteilenummern.
Hier müssen die Nummern der lackierten und der unlackierten Unterteile wie im
Beispiel unten zu sehen angeben werden!
Formel:
local xID;
if(has(object.uniqueID)) (xID:=(object.Item().uniqueID)) else (if(has(last.itemPointer))(xID:=(last.itemPointer.uniqueID))
else (xID:=(itemPointer.uniqueID)))
; xID="619568" | xID="619569" | xID=“619570“ | xID=“618591“ | xID=“619541“ | xID=“618586“
Schritt 5: Anlegen der Fertigungsrollen für die lackierten Unterteile
Damit die Unterteile, die eine Zwischenstufe bekommen haben, nicht den
vollständigen Arbeitsplan der gesamten Baustufe auf der obersten Ebene, in der
nur das unlackierte Teil steht, bekommen, müssen diese Unterteile noch eine
eigene Fertigungsrolle erhalten, auf der wir nur den Arbeitsplan überschreiben
müssen.
Wir öffnen also das lackierte Variantenteil, öffnen dann durch Doppelklick auf
das entsprechende Unterteil die Bearbeitunsmaske des Unterteils, wählen den
Menüeintrag „Bearbeiten->Teilerollen->Fertigungsdaten“ aus, ändern dann in der
Fertigungsrollenmaske des Variantenteils die Nummer und speichern. Beim
Speichern erscheint eine wichtige Abfrage, ob die Fertigungsdaten für das
Unterteil gelten sollen. Beantworten Sie die Frage UNBEDINGT mit „Ja“.
Nun ist eine neue Fertigungsrolle für das Unterteil entstanden. Wir klicken mit
der rechten Maustaste auf den eingetragenen Arbeitsplan und wählen den Eintrag
„Erstellen“ aus. Es öffnet sich die Bearbeitungsmaske des neuen Arbeitsplanes,
welcher sofort die Nummer des Unterteils erhält. Es kann sofort gespeichert
werden.
Anschließend die neue Arbeitsplanposition „Endlackieren“ einfügen und speichern.
Nun kann die Nummer des Arbeitsplans notiert und die Maske geschlossen werden.
Die Fertigungsrolle ist nun mit dem neuen Arbeitsplan verbunden und kann
ebenfalls geschlossen werden.
Zurück zur Teilestammmaske.
Das nächste Unterteil wird markiert und eine Fertigungsrolle eingefügt. Hier
wird nun auch der Arbeitsplan, den wir soeben erstellt haben, über den Knopf
„Arbeitsplan“ gesucht, ausgewählt und durch anschließendes Speichern verbunden.
Gleiches gilt für das dritte Unterteil mit Zwischenstufe.