Performance Drucken 

Das Drucken über OLE kann beschleunigt werden, indem man die temporären Dateien von MS Word auf ein virtuelles, mit Ramdisk erzeugtes Laufwerk umleitet. Um diese Umleitung auszuführen muss die TEMP- Umgebungsvariable von Windows auf ein virtuelles Laufwerk gesetzt werden. Da die Schreib- Lesevorgänge daraufhin im Speicher ausgeführt werden, wird das Drucken mit OLE wesentlich schneller. Dabei muss man beachten, dass die Kapazität vom virtuellem Laufwerk groß genug bleibt und keine wichtigen Daten dort gespeichert werden.

Einrichtung eines virtuelles Laufwerkes mit Ramdisk

In den Windows-Versionen 95/98, NT 4, 2000 und XP lassen sich virtuelle Ramdisks problemlos einsetzen. Unter Windows 95/98 genügt der Eintrag device=c:\windows\ramdrive.sys 16384 /e in der Datei CONFIG.SYS, um bei jedem Rechnerstart eine 16 MB große Ramdisk zu erstellen (Maximalgröße ist 32 MB).

Unter Windows 2000 können Sie eine Ramdisk mit einem kostenlosen Treiber von Microsoft nachrüsten. Der englischsprachige Knowledge-Base-Artikel bietet einen Link zur Download-Adresse des Treibers (57 KB).

Die Datei RAMDISK.EXE ist ein selbstentpackendes Archiv, das Sie per Doppelklick in ein beliebiges Verzeichnis dekomprimieren. Den Ramdisk-Treiber binden Sie nun als neues Gerät in das System ein. Öffnen Sie dazu die Systemsteuerung, und gehen Sie dort auf "System". Hier starten Sie den Hardware-Assistenten im Register "Hardware". Nach der obligatorischen Begrüßungsmeldung wählen Sie im nächsten Fenster "Gerät hinzufügen", klicken dann auf "Weiter" und danach auf "Neues Gerät hinzufügen". Anschließend markieren Sie die Option "Nein, die Hardwarekomponenten selbst in der Liste auswählen" und klicken abermals auf "Weiter". Im folgenden Menü wählen Sie als "Hardwaretyp" den Eintrag "Andere Geräte" und klicken im nächsten Dialogfenster auf den Punkt "Datenträger".

Windows 2000 verlangt nun nach dem Pfad der Installationsdateien. Geben Sie das Verzeichnis an, in das Sie den Treiber entpackt haben. Nach der Installation steht die Ramdisk unter dem Laufwerksbuchstaben Z: sofort zur Verfügung.

Die Standardgröße der Ramdisk nach der Installation beträgt allerdings nur 1 MB. Um die Größe zu ändern, starten Sie REGEDIT.EXE, denn die Konfiguration erfolgt komplett über die Registry. Alle Parameter des Treibers finden Sie im Schlüssel "Hkey_Local_Machine\SystemControlSet001\Services\Ramdisk\Parameters". Der Eintrag "DriveLetter" weist der Ramdisk den angegebenen Laufwerksbuchstaben zu, "DiskSize" legt die Größe in Byte fest. Den Wert geben Sie entweder als Hex-Wert oder als Dezimalwert ein. Die Größe der Ramdisk ist allerdings auf 1F00000 (hex) limitiert, was einer Größe von rund 31 MB entspricht. Eine 16-MB-Ramdisk erreichen Sie mit dem Hex-Wert "1000000", mit "800000" würde sie circa 8 MB fassen. Bei ungültigen Größenangaben verwehrt die Ramdisk den Dienst, stört das System aber ansonsten nicht.

Nach jeder Änderung eines Parameters ist ein Neustart erforderlich. Sollten Sie die Ramdisk nicht mehr benötigen, können Sie entweder die Größe in der Registry auf Null setzen oder den Treiber über den Hardware-Assistenten wieder deinstallieren.